Erdungsanlage bei Bodenplatte

6,90 €

Erdungsanlage, Fundamenterder und Erder im Erdreich richtig einordnen und die erforderliche Planung früh berücksichtigen.

Artikelnummer: BHW-B10 Kategorie:

Die Erdungsanlage ist eine dauerhafte sicherheitstechnische Einrichtung des Gebäudes. Welche Ausführung erforderlich ist, darf nicht erst auf der Baustelle entschieden werden. Maßgebend sind unter anderem Gebäudekonstruktion, Erdfühligkeit des Fundaments, Blitzschutz, elektrische Anlage, weitere technische Einbindungen und das geplante Erdungskonzept.

B10 unterscheidet typische Bestandteile einer Erdungsanlage: Leiter im Beton, Erder im Erdreich sowie die Verbindung zur Haupterdungsschiene beziehungsweise zum Potentialausgleich. Ein Ringerder ist dabei nicht einfach eine freiwillige Ergänzung für „mehr Sicherheit“. Welche Erder und Verbindungen erforderlich sind, ergibt sich aus dem jeweiligen Erdungskonzept.

Besonderes Augenmerk liegt auf der Materialwahl. Im Beton ist Edelstahl V4A nicht pauschal erforderlich. Bei direktem Erdkontakt müssen dagegen geeignete korrosionsbeständige Werkstoffe eingesetzt werden. Als typische Ausführungen im Erdreich kommen beispielsweise Rundmaterial Ø 10 mm oder Bandmaterial 30 × 3,5 mm aus geeignetem nichtrostendem Stahl in Betracht.

B10 erläutert außerdem wichtige Planungs- und Ausführungspunkte: Erdfühligkeit frühzeitig prüfen, Erdungskonzept festlegen, Lage und Anzahl der Anschlussfahnen vor der Betonage bestimmen, Durchführungen bei wasserundurchlässigen Konstruktionen geeignet ausführen sowie Einbau, Material und Anschlusspunkte dokumentieren.

Die Doppelseite verzichtet bewusst auf eine pauschale Querschnittstabelle für Erdungs-, Potentialausgleichs- und Blitzschutzleiter. Unterschiedliche Funktionen unterliegen unterschiedlichen Anforderungen; die konkrete Dimensionierung gehört in die Fachplanung.