Chemische Baugrundanalyse

4,90 €

Chemische Bodenuntersuchungen von geotechnischen Gutachten unterscheiden und die Folgen für Verwertung, Entsorgung und Kosten einordnen.

Artikelnummer: BHW-B04 Kategorie:

Beim Aushub stellt sich neben der geotechnischen Frage „Wie kann hier gegründet werden?“ häufig eine zweite Frage: „Wie darf das anfallende Bodenmaterial verwendet, verwertet oder entsorgt werden?“

B04 trennt diese Aufgaben klar. Das geotechnische Baugrundgutachten bewertet vor allem physikalische und mechanische Eigenschaften des Baugrunds. Chemische Untersuchungen betrachten dagegen Inhaltsstoffe und mögliche Belastungen sowie Anforderungen des vorgesehenen Verwertungs- oder Entsorgungswegs.

Das Blatt erläutert Vorerkundung, fachgerechte Probenahme, Laboranalyse, Bewertung, Deklaration und die anschließende Entscheidung über Verwertung oder Entsorgung.

Für Bodenmaterial nennt die Ersatzbaustoffverordnung unter anderem BM-0, BM-0*, BM-F0*, BM-F1, BM-F2 und BM-F3. Wichtig: Diese Klassen sind keine einfache Skala „sauber bis Deponie“. Die konkrete Verwendbarkeit hängt zusätzlich von Einbauweise, Standort, Grundwasserdeckschicht und weiteren Vorgaben ab.

Ebenso besteht keine pauschale Regel, nach der jeder Erdaushub chemisch analysiert werden muss. Ob und in welchem Umfang Untersuchungen erforderlich sind, hängt unter anderem von Material, Vornutzung, Belastungshinweisen, vorgesehenem Verwertungs-/Entsorgungsweg und den einschlägigen rechtlichen Anforderungen ab.